COMICS selber drucken - günstig drucken
| 27 Mär, 2010 |
TAG
COMIC, INTERNET|
Ihr seid Comiczeichner und wollt eure Comics selber drucken? Ihr glaubt das kostet ein Vermögen? Falsch, heute gibt es zahlreiche Möglichkeiten wie ihr ziemlich günstig bis zu fast kostenlos drucken könnt.
Die kommenden Tipps, die ich vorstelle eignen sich auch für Nichtcomiczeichner, die ihr eigenes Magazin oder Buch veröffentlichen wollen. Ich selbst habe schon mehrmals Magazine und Comics drucken lassen und konnte so meine Erfahrungen sammeln.
Als erstes muss euch bewusst sein: umso weniger Seiten euer Comic hat, umso kleiner das Format und umso weniger Farben (am besten s/w) - umso günstiger wird der Druck. Oft spielt auch die Auflage eine entscheidende Rolle bei der Preiskalkulation.
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um günstig zu drucken, aber ihr solltet immer alle Angebote und Möglichkeiten vergleichen, um wirklich preiswert zu drucken. In der Regel gibt es auch oft befristete Angebote, deswegen solltet ihr immer die Druckereien im Auge behalten.
Erstmal liste ich euch die preiswerten Möglichkeiten zum drucken auf, damit ihr einen Überblick bekommt was es so gibt:
- Druckerei in der Umgebung - bei euch in der Gegend muss es sicher eine Druckerei geben. Geht hin, lasst euch beraten und einen Kostenanschlag geben. Der Vorteil bei der Druckerei vor Ort, ihr bekommt einen guten Service und könnt sozusagen live dabei sein.
- Onlinedruckerei - die günstigste und beste Onlinedruckerei im Internet ist FLYERALARM. Sie haben wirklich die niedrigsten Preise und drucken im OFF SET Verfahren, also kein Digitaldruck wo alles pixelig erscheint. Auf der Website von FLYERALARM gibt es einen Preiskalkulator. Ich drucke meine farbigen Comics immer bei FLYERALARM. Wer z.B. meine UNHEIMLICH Comicserie liest, kennt die gute Druckqualität.
- Print On Demand - wer s/w drucken will und viele Seiten hat, oder einfach einen Roman selber drucken will, der sollte einen Print On Demand Dienst wie BoD nutzen. BoD ist bis jetzt der günstigste und beste Print On Demand Dienst. Der tolle Vorteil von BoD ist auch der Vertrieb. Sie organizieren euch eine ISBN Nummer, sie bringen die Bücher/Comics in Onlineshops wie Amazon unter und versenden auch die Bücher. So entgeht ihr den Stress des Versenden, der wirklich sehr schlimm sein kann, wenn ihr mit keinen Vertrieb zusammenarbeitet und alles selber machen müsst.
- Print On Demand 2 - es gibt weitere Anbieter in diesem Bereich. Für farbige Magazine und Comics eignet sich oft ein Dienst von LuLu.com oder ganz frisch im Web topatoco.com, die auch Print On Demand anbieten.
- Print On Demand 3 - neben der Möglichkeit die Werke in digitalen Formate zu erhalten bieten folgende Anbieter auch die Möglichkeit eine gedruckte Version zu bestellen. Auf Comicstars.de, MagCloud.com, digizin.de oder bookrix.de ist das möglich.
- im Ausland drucken - viele Verlage drucken im Ausland. Z.B. in Polen, denn dort ist es ziemlich günstig. Die Leute in den Druckereien sprechen meistens auch deutsch und sind sehr zuvorkommend. Besonders für dicke s/w Bücher und Comics mit Hardcovers eignet sich eine ausländische Druckerei.
- Copyshop - bei sehr kleinen Auflagen kann ein einfacher Copyshop sehr günstig sein. Die Laserkopiergeräte heutzutage sind ziemlich gut und eine Kopie kostet ab 2cent aufwärts pro Seite. Um noch mehr Kosten zu sparen könnt ihr dann selber die Seiten zusammenheften und selber die Kopiergeräte nutzen.Testet mal einen Copyshop.
Tipps zum preiswerten Druck:
Für farbige Comics und Magazine eignet sich also FLYERALARM am besten. Wenn ihr euch im Seitenbereich 8 bis 60 aufhält, ein Din A5 Format nehmt und eine 1000er Auflage wählt, dann seid ihr ziemlich günstig dabei. Auch ein Din A4 Format kommt noch ziemlich günstig bei FLYERALARM raus.
Die Din A6, Din A5 und Din A4 Formate sind meistens günstig. Sonderformate sind immer teurer.
Falls ihr mit mehreren Zeichnern ein Comic rausbringen wollt, dann teilt euch die Kosten.
Lasst in euren Magazin oder Comic Werbung schalten. Geht einfach auf Firmen und Geschäfte zu und fragt einfach nach. Vermietet Werbeplätze in euren Comics oder Magazinen.
Für s/w Comics mit vielen Comicseiten und in speziellen Formatgrößen (Manga Format z.B.) solltet ihr lieber eine Druckerei in eurer Nähe oder im nahen Ausland befragen. Falls ihr kaum Geld habt und nicht haufenweise Comics bei euch aufbewahren wollt, dann probiert einen Print On Demand Dienst wie BoD aus. Ich habe da z.B. die SOS COMICS Anthologie drucken lassen. Es ist ein s/w Comicband mit einigen Farbseiten. Die Farbseiten sind ziemlich gut in der Qualität. Bei s/w Zeichnungen müsst ihr aufpassen und darauf hinweisen, dass es mit hoher dpi Zahl gedruckt wird. Ihr müsst natürlich eure Dateien in hoher dpi Zahl abliefern. 600 dpi ist perfekt.
Vergesst nicht, wenn ihr eine große Auflage druckt und eine Gewinnabsicht habt, dann müsst ihr ein Gewerbe anmelden. Geht schnell und kostet ca. 50 Euro. Comiczeichner können das umgehen, wenn ich eure Auflage niedrig haltet und euer Comic als Fanzine bezeichnet. Leider dürft ihr für Fanzines keine gewerbliche Werbung machen. Wer bei BoD druckt, der kann als Selbstverleger drucken und BoD übernimmt den ganzen Stress mit Gewerbe etc. - und: falls ihr viel druckt, dann vergesst nicht, das ihr auch die Comics irgendwo unterbringen müsst. Die Wohnung eignet sich nicht gut, denn die gedruckten Sachen dünsten noch giftige Dämpfe ab.
Auch nicht vergessen: etwas zu drucken bedeutet nicht sofort, das ihr eure Comics und Magazine in die Läden bekommt. Meistens wollen die Leute eure Sachen nicht und man braucht viel Überredungskunst. In die Kioske kommt man nur mit einem Vertrieb, großer Auflage und oft mit einer Vorabzahlung. Ein Vertrieb nimmt meistens auch 60% vom Ladenpreis eures Comics.









