DIGITAL vs TRADITIONELL - Malen und Zeichnen
| 29 Aug, 2008 |
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MILLUS, CHECKER|
Was ist besser? Digitales oder traditionelles Arbeiten? Heutzutage, im Zeitalter der Computer, malen und zeichnen viele Künstler digital. Ich mache das sehr selten. Ich habe kein Wacom Tablett und bin eigentlich auch kein Fan von digitaler Coloration. Ich finde, ein Grafikprogramm wird niemals die natürlichen Farben und den natürlichen Strich einer traditionellen Arbeitsweise imitieren können. So, wie kein Mensch einen Menschen aus dem Nichts erschaffen kann und es eine Seele künstlich erzeugen kann, wird kein Grafikprogramm und kein Künstler ein Werk erschaffen, dass einem traditionellen Bild gleichkommt. Ich will nicht damit sagen, dass digitale Arbeiten schlechter oder wertlos sind. Nein, ich will nur damit sagen, dass mir traditionelles Arbeiten lieber ist und für mich mehr Seele hat. Und meine Meinung will ich begründen.
Beim digitalen Arbeiten fehlt mir die Leidenschaft, das Wilde, das Echte, das Natürliche... beim digitalen Arbeiten sitzt man meist vor einem Bildschirm und hat einen digitalen Zeichenstift oder eine Maus in der Hand. Man sitzt da stundenlang, starrt auf einen Monitor und bewegt die Hand ein wenig hin und her. Das ist mir zu wenig.
Bei der traditionellen Arbeitsweise ist viel mehr Bewegung drin, viel mehr Emotion. Es ist sozusagen ein Ritual. Man muss erstmal die richtigen Arbeitsmaterialen suchen. Das Papier anfassen, die richtigen Stifte und Farben finden und mischen, man muss sich dann einen Platz suchen, wo man arbeiten kann. Und beim zeichnen und malen muss man oft mischen, spitzen, aufstehen, um Wasser zu holen, gegen die Zeit malen, denn wenn z.B. einmal farbige Tusche getrocknet ist, gibt es kein zurück mehr. Man muss viel mehr beachten, man ist viel mehr unter Druck, man muss wirklich wachsam sein und sich ganz dem Bild hingeben, denn es gibt kein Zurück Knopf, man kann nicht paar Arbeitsschritte einfach rückgängig machen, wie bei Grafikprogramme.









