Normalerweise sind die Filmumsetzungen von Stephen Kings Horrorgeschichten ziemlich schlecht, deswegen erwarte ich immer das Schlimmste. Jetzt habe ich THE MIST (Der Nebel) gesehen und bin schon beeindruckt, aber nur vom Ende. Es ist wirklich ein schönes und sehr tragisches Ende. Vielleicht das beste Filmende, dass ich in den letzten Jahren gesehen habe.
Der Anfang und die Mitte des Films ist so typisch Horror. Eine Menschengruppe sitzt in einen Supermarkt fest. Draussen herrscht ein seltsamer Nebel und im Nebel leben Kreaturen, die großen Hunger auf Menschenfleisch haben.
Neben dem Ende des Films, der eigentlich so typisch Stephen King tragisch ist, gibt es zwei Dinge, die besonders positiv aufgefallen sind. Die Szenen wo der Sohn der Hauptfigur, ein kleiner Junge, weint und leidet. Sehr realistisch umgesetzt und hier hat wohl Stephen King aus eigener Erfahrung geschöpft, denn so reagieren Kinder wirklich in Gefahrensituationen. Sieht man selten in Filmen.
Das andere Ding ist der Charakter Ollie, der es wirklich voll drauf hat, aber es ihm nicht ansieht. Hier erkennt man eigene Vorurteile, denn die meisten Zuschauer würden jemanden mit so einem Aussehen und Job niemals soviel Mut, Intelligenz und Kampfgeist zumuten.
Ein wirklich gelungener Film mit einer Kritik an die Menschheit. Der Film ist wie HERR DER FLIEGEN vermischt mit ALIENS. Und das besondere Ende hebt den Film aus der Masse an Horrorfilmen hervor.
PS: Stephen King Fans (wie mir) verstehen die Geschichte etwas besser, denn die Geschichte könnte man als eine Nebengeschichte der DUNKLEN TURM Saga ansehen. Wer sich mit Roland auskennt, weißt woher der Nebel kommt und was das für Kreaturen sind (im Film wird das auch erklärt, aber die Roland Kenner wissen was ich meine). Auch ganz am Anfang malt der Hauptdarsteller des Films ein Bild von Roland. Und für alle, die am letzten Roman der DUNKLEN TURM Saga lesen: Lest nicht am Ende weiter. Lasst es sein. Betretet nicht den Turm. Manche Dinge sind nur für andere bestimmt...


















