MY ROOTS: John Byrne
| 4 Mär, 2007 |
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MILLUS|
Oft werde ich gefragt wer meine Vorbilder sind oder was meine Kunst beeinflusst hat, deswegen werde ich jetzt regelmäßig die Künstler vorstellen, die meine Kunst sehr stark beeinflusst haben.
Der allererste Zeichner war JOHN BYRNE. Ich entdeckte seine Kunst in den X-MEN Comics und war hin und weg. So harmonische Proportionen der Anatomie seiner Figuren hat kein anderer Zeichner drauf und seine Strichführung war genial und ist es immer noch. Seine Bleistiftlinie ist so sauber und hat einen wunderbaren flow in der Führung (siehe Bleistiftbilder).
John Byrne wurde am 6.July 1950 in England geboren. Heute lebt und arbeitet er in Connecticut/Usa. Seine Karriere began er 1974 nachdem er drei Jahre (1970-1973) lang das Allberta College of Art besuchte. Sein erstes professionelles Comic war ROG-2000, welches im amerikanischen E-MAN Comicmagazin erschien. Daraufhin wurde er von Comic Legende Chris Claremont entdeckt, der ihm einen Job beim Verlag Marvel verschaffte. Sein erster Marvel Beitrag war IRON FIST. Diesen Job bekam er nur, weil ein anderer Zeichner seine Deadline nicht hielt und gefeuert wurde. Seit diesem Tag bekam John Byrne regelmäßig kleine Marvel Jobs bis er 1977 die Serie X-MEN bekam. Ab da wurde er eine Zeichner Legende. Er zeichnete und schrieb Geschichten für alle möglichen Superhelden z.B. Captain America, Superman, Fantastic Four, Wonderwoman und erfand seine eigenen Comicserien wie z.B. NEXT MEN oder BABE. John Byrne verhalf auch Mike Mignola zur Veröffentlichung von HELLBOY.
Er gilt heutzutage zu den amerikanischen Comicgrößen und sein Zeichnenstil beeiflusste Generationen von Künstlern. Bis heute.
John Byrne´s Stil war der erste Stil, den ich anfing zu kopieren und ich bin heute überzeugt, dass dies die beste Basis für ein Zeichner ist, denn soviel Harmonie im Characterdesign und im Layout hat kein anderer Zeichner auf der Welt. Seinen Stil zu studieren und zu beherrschen ist eine Bereicherung und ermöglicht andere Stile leichter zu verstehen und zu kopieren.
Seine Arbeit bei Fantastic Four beeindruckt mich bis heute, besonders Heft 285. Die Geschichte dieses Heftes brachte mich damals zum weinen. Die Handlung war wunderbar: kleiner Junge, Aussenseiter in der Schule, schlecht in der Schule, keine Freunde, Eltern kaum Zeit und fand nur Freude in Comicheften. Sein Vorbild die menschliche Fackel. Die Comicfigur wurde zu seinem Vaterersatz und Vorbild. Eines Tages übergießt sich der kleine Junge mit Benzin und zündet sich an, um genauso zu sein, wie sein Vorbild die menschliche Fackel zu sein...
Eine sehr emotionale Geschichte mit so wunderbaren und traurigen Szenen. Und eine starke Kritik an unsere Gesellschaft.
Mehr über John Byrne unter: http://www.byrnerobotics.com/










