Die Debatte um Killerspiele, die das Töten von Menschen und anderen Lebensformen simulieren, wird wohl nie zuende gehen und am Ende wird nur ein Verbot die Produktion und das Spielen dieser Games stoppen.
Ich besitze keine Spielkonsole und mit Games habe ich wenig am Hut. Aber in meiner Kindheit habe ich schon einige Spiele gespielt. Ich bin kein Freund von Games oder speziell Killergames. Ich halte sie für unnötig und als schlechten Einfluss. Das Töten von Menschen oder Lebewesen, auch wenn es eine Simulation ist, ist in meinen Augen keine gute Sache und erzeugt nur negative Gefühle. Die Ausrede, das solche Spiele zur Stressbewältigung helfen etc., kann man sich schenken, denn es gibt genug und bessere Alternativen, um Stress zu bewältigen.
Die Kids und Erwachsene, die solche Games spielen, wenn sie wirklich wissen würden was es bedeutet eine Waffe zu halten, die Schrecken eines Krieges kennen würden und selbst Opfer von (Waffen-)Gewalt wären, dann würden sie sicher nicht die Freude und den Spaß erleben, den sie von Killergames bekommen. Geliebte Menschen zu sehen, die wirklich an den Folgen von Schußverletzungen elendig sterben, dafür verantwortlich zu sein, den Wahnsinn von Gewalt und Ermordungen zu kennen... all das, als Mensch mit gesunden Menschenverstand, würde man sich nicht daran erfreuen und verherrlichen. Es gibt genug Gewalt in Filmen, Comics und Büchern, wieso auch noch in den Games? Und auf diese Art, wo man selber eine Waffe an die Hand gedrückt bekommt, um selbst zum Gewalttäter zu werden.
Ist ja nur Spiel, denken und sagen viele. Aber alles im Leben beeinflusst unser Denken und Handeln.
Diese Killerspiele fördern eine Kultur der Gewalt und des Tötens. Sie bereiten die Menschen vor, Gewalt als Lösungsmittel zu nutzen und zu akzeptieren. Sie manipulieren die Gefühle und Ansichten der Spieler: umso mehr du tötest, umso cooler und besser bist du.
Es ist also kein Wunder, dass z.B. auf einer Spielmesse, wie die GAMESCOM in Berlin oder Köln, mitten in der Spielhalle die Bundeswehr einen Stand zur Anwerbung von zukünftigen Soldaten hat. Der Schritt der virtuellen Waffe zur echten Waffe ist kleiner als man denkt.
Was man gegen diese Killergames tun kann? Entsorgen, nicht kaufen und den Spielern Alternativen anbieten, die nichts mit Töten und Verletzen zu tun haben. Die Spieler über Waffen und Gewalt aufklären und ihnen ein anderes Bewußtsein vermitteln, wie es schon viele Schulen, Familien und Vereine tun.
Waffen töten nicht, es ist der Mensch, aber wenn wir schon in Games zum Töten aufgefordert werden und zu Mördern ausgebildet werden, dann sehe ich keine rosige Zukunft auf die Menschheit zukommen.